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Spezialschiffe bergen Hindernisse aus der Binnenelbe

Ausgabejahr 2021
Datum 05.07.2021

Im Rahmen der wiederkehrenden Peilungen in den Bundeswasserstraßen wird die Beschaffenheit der Gewässersohle sowie die vorherrschenden Tiefenverhältnisse von den Spezialisten des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) Elbe überwacht. Dabei machen die Mitarbeitenden mit hierfür besonders ausgerüsteten Schiffen den sonst verdeckten Teil des Gewässers mit verschiedensten Techniken erkennbar und können Hindernisse und mögliche Gefahren frühzeitig erkennen. In diesem Jahr mussten bereits mehrere Objekte aus der Elbe im Bereich um Magdeburg entfernt werden. Dabei waren neben Findlingen und Bäumen auch kuriose Dinge, wie Autos und Teile von Schiffen.

Ulrich Dürre, verantwortlicher Sachbearbeiter für die Peilungen im Bereich Magdeburg: „Die heute eingesetzte Technik ist hochpräzise und liefert genaueste Daten. War früher nur eine reine Abschätzung möglich, ob etwas in der Fahrrinne liegt oder nicht, können wir heute zum Teil schon vor der Bergung sagen, um was es sich handelt. Gerade bei künstlichen Objekten, wie Autos, lässt sich in einigen Fällen schon beim Blick auf den Bildschirm sagen, was da zutage gefördert wird.“

Nach Auswertung der gesamten Flächenpeilungen werden die Daten dem für den jeweiligen Abschnitt der Bundeswasserstraße zuständigen Außenbezirk des WSA Elbe übergeben. Dabei werden die gesamten Tiefenverhältnisse ausgewertet, aber auch auf besondere Dinge, wie mögliche Hindernisse, sowie deren Lage hingewiesen. Ausgehend davon werden die notwendigen Arbeiten im Außenbezirk geplant.

Ulf Möbius, Leiter des Außenbezirks Niegripp: „Dank der heutigen Technik bekommen wir schnell einen Überblick über den Zustand der Bundeswasserstraße. Gerade bei Hindernissen können wir die genaue Position, die Lage und damit auch die Auswirkungen auf die Schifffahrt besser abschätzen. Müssen diese Dinge dann auch noch aus dem Fluss entfernt werden, weil sie für die Schifffahrt eine Gefahr darstellen, können wir zielgerichtet mit dem richtigen Gerät vorgehen.“

Hintergrund:
Um die Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs zu gewährleisten, werden die bestehenden Tiefen in den Bundeswasserstraßen überwacht. In der Regel werden die Tiefen der Fahrrinne (Fahrspur für die Schiffe) in ausgewählten Bereichen wöchentlich überprüft. Darüber hinaus erfolgen in größeren Abständen Flächenpeilungen, die den gesamten Bereich des Fahrwassers (von Ufer zu Ufer) erfassen. Werden Hindernisse, wie z.B. Autos oder sonstige Dinge, erkannt, die eine Gefahr für die Schifffahrt darstellen, müssen diese aus der Bundeswasserstraße entfernt werden.