Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe führt am Saale-Leipzig-Kanal Kampfmittelbeseitigung durch

Ausgabejahr 2021
Datum 12.05.2021

Das WSA Elbe hat von der Polizeidirektion Sachsen Hinweise zu Kampfmitteln am Saale-Leipzig-Kanal erhalten. Diese sollen zum Ende des zweiten Weltkrieges in den Kanal verklappt worden sein. Zusammen mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst der Polizei Sachsen wurde dem Verdacht nachgegangen. Es wurden intensive Recherchen mit Luftbildauswertungen und Sonarpeilungen an Land und auf dem Wasser durchgeführt. Im Ergebnis konnten einige Verdachtsflächen entkräftet, andere bestätigt werden.

Deshalb findet derzeit unter der B 181 Brücke am Saale-Leipzig-Kanal in Rückmarsdorf bei Leipzig eine weitergehende Kampfmitteluntersuchung und –bergung durch eine zugelassene Fachfirma statt. Bisher wurden einzelne Handgranaten, Gewehrgranaten und Panzerabwehrwaffen gefunden. Bis zur vollständigen Bergung dieser gefährlichen Kampfmittel muss ein Bereich des Saale- Leipzig- Kanals auf 200 Metern für den Schiffsverkehr gesperrt werden. Zudem ist auch das Betreten der Umgebung der Räumstelle über den Betriebsweg und die Brücke bei Rückmarsdorf zeitweise nicht möglich.

Hubert Stratmann, Fachbereichsleiter Wasserstraßen im WSA Elbe:
„Die Sicherheit im und am Saale- Leipzig- Kanal hat für uns oberste Priorität. Ich bitte um Verständnis, dass durch die Kampfmittelfunde einige Bereiche des Kanals gesperrt sind. Wir sind zuversichtlich, dass wir alle Dinge, von denen eine Gefahr ausgeht, bald entfernt haben.“

Das WSA Elbe wird über den Fortgang der Kampfmittelberäumung und die Aufhebung der Sperrung für einen Teil des Saale-Leipzig-Kanals berichten.