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Fischmonitoring an der Mittelelbe bei Lutherstadt Wittenberg

Datum 17.06.2021

Im Auftrag des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Elbe und in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Gewässerkunde wird seit 2019 ein Fischmonitoring auf einem Streckenabschnitt von 60 km an der Mittelelbe durchgeführt. Ziel ist es, Erkenntnisse über die fischökologische Bedeutung der Sohlstrukturen, insbesondere der Kolke in der Elbe zu erlangen. Die Ergebnisse sollen künftig bei der Planung von Sohlstabilisierungsmaßnahmen im Bereich der Erosionsstrecke Berücksichtigung finden, so dass Beeinträchtigungen der Lebensräume der Fischfauna weitgehend vermieden werden.

Das Untersuchungskonzept sieht insgesamt fünf Schiffsbefahrungen von ausgewählten Streckenabschnitten mit unterschiedlichen Habitatstrukturen vor. Mit Hilfe einer speziell für den Messeinsatz konzipierten Messeinrichtung erfolgt eine hydroakustische Erfassung des Fischaufkommens in Abhängigkeit von Jahreszeit, Tageszeit sowie Tiefenvariabilität. Die letzte dieser Befahrungseinheiten ist im Sommer 2021 geplant.

Zusätzlich zur mobilen Datenerfassung wurden Anfang Juni 2021 zwei stationäre Messeinheiten im Bereich eines Buhnenkolks sowie eines Prallhangkolks zu Wasser gelassen. Diese werden in den kommenden Monaten rund-um-die-Uhr Daten zur Fischpräsenz aufzeichnen und sind damit ein wichtiger Baustein im Untersuchungskonzept.

Die Ergebnisse des Fischmonitorings werden voraussichtlich im Jahr 2022 vorliegen.

Fischmonitoring Fischmonitoring Fischmonitoring Quelle: LFV Hydroakustik GmbH

Fischmonitoring Fischmonitoring Fischmonitoring Quelle: LFV Hydroakustik GmbH

Fischmonitoring an der Mittelelbe bei Lutherstadt Wittenberg Fischmonitoring an der Mittelelbe bei Lutherstadt Wittenberg Fischmonitoring an der Mittelelbe bei Lutherstadt Wittenberg Quelle: LFV Hydroakustik GmbH