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Kampfmittelberäumung am Saale-Leipzig-Kanal abgeschlossen – Sperrungen aufgehoben

Ausgabejahr 2022
Datum 11.04.2022

Nach erfolgreicher Sondierung und aufwendiger Bergung von Kampfmitteln aus dem 2. Weltkrieg kann die Sperrung des Saale-Leipzig-Kanals und der darüber führenden Brücke der B181 der Merseburger Straße in Leipzig ab dem 15. April 2022 wieder aufgehoben werden.

Amtsleiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Elbe, Tjark Hildebrandt: "Nach über 75 Jahren finden wir auch in Wasserstraßen immer noch die Hinterlassenschaften des 2. Weltkriegs. Mit der umfangreichen Räumung der Kampfmittel aus dem Saale-Leipzig-Kanal und unter der Brücke der Bundesstraße 181 haben wir einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit geleistet."

Die Kampfmittel wurden zum Kriegsende 1945 von der Brücke in den Kanal verklappt. In enger Abstimmung zwischen dem Kampfmittelbeseitigungsdienst Sachsen (KMBD Sachsen) und dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe erfolgte ab Januar 2021 eine Sondierung des gesamten Gewässerbettes des Saale-Leipzig-Kanals. Die dabei lokalisierten Kampfmittelverdachtspunkte wurden mit Hilfe von Spezial-Tauchern untersucht. Anschließend wurden die Verdachtsflächen von einem Spezialunternehmen zur Kampfmittelbeseitigung beräumt, denn angesichts der besonderen Gefährdung bei der Bergung unter Wasser musste dabei mit der größtmöglichen Vorsicht vorgegangen werden.

Tjark Hildebrandt, Amtsleiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Elbe: „Alle Beteiligten, das WSA Elbe, der KMBD Sachsen, die Spezialfirma zur Bergung der Kampfmittel und die Stadt Leipzig haben kooperativ und eng abgestimmt zusammengearbeitet. So konnte die Sperrung der Brücke auf die Zeit der Arbeiten vor Ort, von 05-15 Uhr von Montag bis Donnerstag reduziert werden und der Nachmittagsverkehr zur Rush-Hour über die Brücke geführt werden.“.

Bis zum 14.04.2022 wurden durch die Spezialfirma zur Kampfmittelbeseitigung ca. 1.600 m² im Saale-Leipzig-Kanal beräumt und eine große Anzahl verschiedener Kampfmittel geborgen. Darunter Handgranaten, Panzerfäuste, Gewehrgranaten, Waffenteile, Stabbrandbomben, Handwaffenmunition und Zünder.

Die Kampfmittel wurden dem KMBD Sachsen übergeben und dann entsorgt bzw. gesprengt. Die gesamte Maßnahme kostet über 800.000 Euro.